Medienbrüche im Planen, Bauen und Betreiben – eine systemische Betrachtung

Medienbrüche sind kein Anwenderfehler, sondern ein Strukturproblem. Warum Excel, E-Mail und Dateien Planen, Bauen und Betreiben systematisch ausbremsen.
1. Einordnung: Was ist ein Medienbruch?
Ein Medienbruch liegt vor, wenn Informationen ihren Kontext oder ihre Struktur verlieren, weil sie zwischen unterschiedlichen Medien, Formaten oder Systemen übertragen werden müssen. Medienbrüche sind kein Anwenderproblem, sondern ein Strukturproblem der Informationsarchitektur.
2. Typische Medienbrüche entlang des Lebenszyklus
Planen: Strukturierte Planungsdaten werden zu PDFs und Dateipaketen, Struktur und Aktualität gehen verloren.
Bauen: Informationen werden projektbezogen statt objektbezogen geführt, Übergaben erzeugen Verluste.
Betreiben: Objekte besitzen keine konsistente digitale Identität, Service beginnt mit Recherche.
3. Ursachenanalyse
Dateibasierte Informationsmodelle, fehlende Objektidentitäten, E-Mail als Transportmedium, Excel als Datenbankersatz und der Fokus auf Einzellösungen sind die Hauptursachen für Medienbrüche.
4. Auswirkungen
Medienbrüche führen zu Zeitverlusten, inkonsistenten Datenständen, fehlender Nachvollziehbarkeit und erschweren regulatorische Nachweise wie Betreiberpflichten oder Digitale Produktpässe.
5. Systemische Lösung
Objektzentrierte Plattformen stellen das Objekt in den Mittelpunkt. Eigenschaften, Dokumente, Kommunikation und Historien sind direkt am Objekt verknüpft. Informationen werden referenziert statt verschickt.
6. Smart IDs und Digitale Produktpässe
Eindeutige Identifikatoren ermöglichen medienbruchfreien Zugriff auf objektbezogene Informationen. Der Digitale Produktpass ist das Ergebnis strukturierter Datenhaltung, nicht deren Ersatz.
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