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Digitale Grundlagen & Schlüsselbegriffe
15. Dezember 2024

Internet der Dinge (IoT): Definition, Entwicklung, Funktionsweise und Mehrwert

Internet der Dinge (IoT): Definition, Entwicklung, Funktionsweise und Mehrwert

IoT vernetzt Dinge – aber erst strukturierte Daten schaffen Nutzen. Warum Sensoren allein nicht reichen und wie AIRdBASE IoT in echte Service- und Assetprozesse übersetzt.

1. Definition: Was ist das Internet der Dinge (IoT)?

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) beschreibt die Vernetzung physischer Objekte mit digitalen Systemen. Maschinen, Anlagen, Geräte oder Bauteile sind mit Sensoren, Software und Kommunikationsschnittstellen ausgestattet, sodass sie Daten erfassen, übertragen und verarbeiten können.
Ziel ist es, reale Zustände digital sichtbar zu machen und darauf basierend Prozesse zu überwachen, zu optimieren oder zu automatisieren.

Wichtig: IoT ist kein Selbstzweck. Der Nutzen entsteht nicht durch Sensorik allein, sondern durch strukturierte Daten, klare Identitäten der Objekte und sinnvolle Integration in Geschäfts- und Serviceprozesse.

2. Entwicklung: Von der Maschine zum vernetzten Objekt

Die Idee vernetzter Geräte ist nicht neu, hat aber erst mit moderner IT-Infrastruktur an Breite gewonnen:

  • 1990er Jahre: Erste M2M-Kommunikation (Machine-to-Machine) in geschlossenen Systemen
  • 2000er Jahre: Günstige Sensoren, RFID, erste Web-Anbindungen
  • 2010er Jahre: Cloud Computing, mobile Netze, skalierbare IoT-Plattformen
  • Heute: IoT als Bestandteil von Smart Buildings, Industrie 4.0, Smart Cities und digitalen Produktpässen

Parallel dazu wuchs die Erkenntnis, dass technische Vernetzung ohne saubere Datenmodelle und eindeutige Objektidentifikation schnell an Grenzen stößt.

3. Funktionsweise: Wie IoT technisch funktioniert

Ein IoT-System besteht typischerweise aus mehreren Ebenen:

  1. Physische Ebene
    Sensoren und Aktoren erfassen Zustände wie Temperatur, Laufzeiten, Vibrationen oder Energieverbrauch.
  2. Kommunikationsebene
    Die Daten werden über Netzwerke (z. B. Ethernet, Mobilfunk, LPWAN) übertragen.
  3. Plattformebene
    Zentrale Systeme speichern, verarbeiten und analysieren die Daten.
  4. Anwendungsebene
    Dashboards, Alarme, Wartungsprozesse oder Service-Workflows machen die Daten nutzbar.

Entscheidend ist dabei die Frage: Welches reale Objekt liefert welche Daten – und in welchem Kontext? Genau hier scheitern viele IoT-Projekte.

4. Mehrwert: Für wen lohnt sich IoT – und warum?

Richtig eingesetzt schafft IoT messbaren Mehrwert:

  • Instandhaltung & Service: Zustandsbasierte Wartung statt fixer Intervalle
  • Facility & Asset Management: Transparenz über Standorte, Zustände und Historien
  • Hersteller: Neue Service- und Geschäftsmodelle über den gesamten Produktlebenszyklus
  • Betreiber: Reduzierte Ausfallzeiten, bessere Planbarkeit, geringere Kosten

Ohne klare Objektstruktur bleiben IoT-Daten jedoch isolierte Messwerte ohne operative Wirkung.

5. Typische Herausforderungen klassischer IoT-Ansätze

In der Praxis zeigen sich immer wieder ähnliche Probleme:

  • IoT-Daten sind nicht eindeutig einem Objekt zugeordnet
  • Technische Sensorik, aber keine nutzbaren Serviceprozesse
  • Hoher Integrationsaufwand in bestehende IT-Landschaften
  • Abhängigkeit von proprietären Plattformen
  • Fokus auf Technik statt auf organisatorischen Nutzen

IoT erzeugt Daten – aber noch keine Ordnung.

6. AIRdBASE: IoT sinnvoll ergänzen statt verkomplizieren

AIRdBASE setzt genau dort an, wo klassische IoT-Lösungen an ihre Grenzen stoßen. Der Fokus liegt nicht auf Sensorik, sondern auf der strukturierten Verwaltung von Objekten über ihren gesamten Lebenszyklus.

Zentrale Prinzipien:

  • Eindeutige Objektidentität (Smart ID)
    Jedes Objekt – ob Gebäude, Maschine oder Anlage – erhält eine klare digitale Identität, auch ohne Sensor.
  • Strukturierte Daten statt Datenflut
    Stammdaten, Dokumente, Ereignisse, Servicefälle und optional IoT-Daten werden in einem gemeinsamen Kontext verwaltet.
  • IoT als optionale Datenquelle
    Sensordaten ergänzen das Objekt, ersetzen aber nicht dessen digitale Struktur.
  • Webbasierte Plattform
    Zugriff für interne Teams, externe Dienstleister und Kunden – ohne lokale Installationen.

So wird IoT vom isolierten Technikprojekt zu einem Baustein einer durchgängigen digitalen Objektstrategie.

7. Fazit

Das Internet der Dinge ist ein mächtiges Werkzeug – aber nur dann, wenn es in eine saubere Daten- und Objektstruktur eingebettet ist.
IoT liefert Zustandsdaten. Den echten Mehrwert erzeugen jedoch Plattformen, die diese Daten verständlich, zuordenbar und handlungsfähig machen.

AIRdBASE verbindet genau diese Welten: strukturierte Objektverwaltung, Smart IDs und – wo sinnvoll – IoT-Daten. Damit wird aus Vernetzung echte digitale Wertschöpfung.